Projekt 2017 saubere Mädchen- dreckige Schlampen

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„wie kann ich meinen Vätern weniger als du den deinen glauben

Nathan der Weise- Lessing

 

Viele Probleme, die im Zusammenhang mit muslimischen Migrant_innen besprochen werden, haben ihren Ursprung in der Verteufelung der weiblichen Sexualität.

Was bedeutet es, muslimisch zu sein und in einer freien westlichen Gesellschaft zu leben?

2017 befasst sich der junge salon mit den unterschiedlichen Wertevorstellungen im Islam und in der weltlich,liberalen Welt und den daraus resultierenden Schwierigkeiten in der heutigen Gesellschaft.

Die Monologe „schwarze Jungfrauen„ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel (Rowohlt 2006)* bilden die Basis des Theaterabends. Ausgehend von den extremen Frauenfiguren, die der Autor vorgibt, werden wir gemeinsam mit den muslimischen und westlich-liberalen DarstellerInnen des jungen salon, zusätzliche Theaterfiguren und Spielszenen erfinden und diese Monologe in einen Kontext einbetten. Fiktion mischt sich mit Erfahrungen, Wünschen und Erwartungen der jungen Menschen in Bezug auf Liebe, Jungfräulichkeit, Partnerwahl, sexuelle Selbstbestimmung und Ehre.

Parallel dazu erarbeitet der irakische Choreograph und acteur- Hussein Waham- mit der „drama dance group Bagdad“ eine Choreographie – „Von der Brautschau- zur Hochzeit“, die in einzelnen Sequenzen immer wieder in den Theaterabend einfließen wird. Zusätzlich wird er dieses Theaterprojekt choreographisch begleiten.

Videomaterial aus dem privaten und öffentlichen Leben von muslimischen und westlich liberalen jungen Menschen und persönliche Statements ergänzen das Gesamtbild. Der Theaterabend spielt mit Rollenbildern, Erwartungen und Vorurteilen die wir Frauen und Männer gegenüber haben-egal welcher Konfession.

 

*Das Stück „schwarze Jungfrauen“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel ist im Rowohlt Theaterverlag, als e-book erschienen. Mehr dazu hier.