„Man muss dankbar sein“: Theater ist kein Film!

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Anders als im Kino muss im Theater eine Vorstellung entfallen, wenn die Hauptdarstellerin krank ist. Diese Erfahrung machte die 6. Klasse des Schulzentrum Friesgasse bei ihrem ersten Besuch im Max Reinhardt Seminar: Statt „Man muss dankbar sein“ von Volker Schmidt sahen die SchülerInnen „Mann ohne Beil“ von Matthias Wittekindt: Um was es in dem Stück geht, erklärte der Autor vor Vorstellungsbeginn selbst.

http://www.dramatisches.at/programm-matthias-wittekindt-mann-ohne-beil.php

9 Gedanken zu „„Man muss dankbar sein“: Theater ist kein Film!

  1. Das Theater am Freitagabend hat mir recht gut gefallen. Die Handlung war leicht zu verstehen, ich glaube, man hat alles gut mitbekommen. Was ich nicht gewohnt war: das es nur ein Szenenbild gab, das habe ich mir anders vorgestellt. Dafür hat mir die Musik gut gefallen.

    Die Schauspieler haben das Stück sehr gut dargestellt, ich denke, das war eine gute Leistung.

    In Erinnerung geblieben ist mir vor allem der Moment gleich am Anfang, wenn der Junge im Einkaufswagerl auf die Bühne kommt und erzählt, wie er seinen Vater umbringt (was gar nicht wahr ist); war sehr lustig dargestellt. Zweiter Moment: Die Szene, in der sich der Junge nur für die Mutter von Rachel interressiert (und nicht für Rachel!). Die Szene war eigentlich gemein, aber irgendwie eben auch lustig.

  2. Alles in allem war das Stück unterhaltsam, hatte für meinen Geschmack aber zu viele Umschwünge und eine recht unlogische Handlung. Es war etwas zu stark übertrieben. Trotzdem würde mich interessieren, was die Zwischenmonologe der einzelnen Figuren zu bedeuten hatten.

    Die beste Szene war die, in der der Vater seinen Kopf in den Ofen steckt und sich damit irgendwie umbrigen will (und es ja letztendlich mit etwas Hilfe auch schafft).

    Ich will selbst mal eine regunglose Leiche spielen.

  3. Ich fand es recht interessant und ich denke, man hat die plötzlichen Gefühlsschwankungen sehr gut sehn können. Ich find es war auch ein ein sehr „anderes“ Theater, aber da ich nicht oft ins Theater gehen kann, kann ich es nicht so gut beurteilen.

    Die 3 Monologe der Schauspieler, die nach bzw. vor manchen Szenen, gekommen sind, waren sehr gut… (die Szene, die wir in der Klasse erarbeitet haben, hat schon der Berni geschickt.)

  4. Also ich fand das Stück stellenweise recht amüsant (wie der alte Mann versucht hat, sich umzubringen… xD …hat sich doch etwas blöd angestellt), doch manchmal auch ziemlich ernst (zwischendurch oft, besonders auch also sie ihn, den schon toten Vater, anzieht, sich dann neben ihn setzt und anfängt zu weinen). Am Anfang der Szene denkt man sich, ist ja witzig, so ein komisches Ritual, aber als sie anfängt zu weinen und dann von ihrem Sohn zu viele Beruhigungspillen bekommt, denkt man, der Sohn will sie umbringen. Sind Gedanken, die eben ernst sind)

    Positiv: naja, also dafür, dass die beiden Hauptdarsteller so jung sind und es eine Primere war, denke ich, sie haben das SUPER gemacht (ER hat zeitweise richtig mit den Fingern gezittert, aber seine Stimme war total ruhig. Gibt’s da einen Trick wenn man aufgeregt ist, seine Stimme ruhig zu halten?)

    Negatives gibt es nicht wirklich, ich habe nur etwas nicht verstanden: Als plötzlich alles dunkel wird, nur ein Schauspieler vortritt, erleuchtet wird und anfängt zum Publikum aus der dritten Person zu reden. Das war komisch.

    Am Witzigsten fand ich, als der Junge der Mutter seiner Freundin auf den Schenkel greift. Mit dem Text dazu… da hab ich richtig lachen müssen xD … außerdem will auch mal in einem Einkaufswagen sitzen und herumfahren…^^

    — ich hätte eine Idee… ich weiß nicht ob sie gut ist, aber für mich ist sie im Moment lustig… Also, die Tochter und ihre Mutter sitzen in der Küche. Die Mutter hat gerade der Tochter ihr Essen auf den Tisch gestellt und steht selbst noch beim Herd. Die Tochter ist die ganze Zeit sehr nett und vorsichtig bei dem, was sie sagt. Das fällt der Mutter auch auf, weil sie normalerweise rebellisch und aufmüpfig ist. Deswegen fragt sie nach und die Tochter beginnt mit ihrer liebsten Stimme zu fragen, ob sie mit ein paar Freunden zu einem Konzert gehen darf. Die Mutter sagt sofort nein, weil sie weiß, dass gerade die Zeit der Schularbeiten und Tests begonnen hat. Sie will, dass ihr Kind gut in der Schule ist. Da fragt die Tochter mit gereizter Stimme, warum eigentlich, für einen Test in den Nebenfächern muss man nicht lernen und sie ja sowieso gute Noten schreibt. Als die Mutter immer noch nicht ja zu ihrem Vorhaben sagt, wird sie richtig wütend und fängt an zu schimpfen. Die Mutter will nicht mehr mit ihr verhandeln und geht mit ihrem Essen in ein anderes Zimmer. Die Tochter bekommt den Auszucker, nimmt ihren Teller und wirft ihn der Mutter nach, trifft sie voll am Rücken. Die Mutter dreht sich langsam, mit einem mörderischen Gesichtsausdruck, holt aus und wirft ihn der Tochter voll ins Gesicht. Die Tochter fängt an, zu schreien, nimmt den Topf mit dem restlichen Essen und zielt auf den Kopf der Mutter. Sie holt aus und wirft. Die Mutter total geschockt, schmeißt die Tür zu und der Topf fliegt durch die Tür voll über den Wohnzimmertisch auf den teuren Teppich. Dann rennt die Tochter aus dem Haus.

  5. Im Großen und Ganzen hat mir das Theater gefallen. Obwohl die Bühne urbillig aussah und fast jede fünfte Minute eine Zigarette agezündet wurde, war es trotzdem lustig. manche szenen waren so behindert, dass sie mir gefallen haben ^^

    Frage an den Hauptcharakter (der Bursche mit den Skaterhaaren): Wie lange hat er die szenen geübt, in der er die ältere Dame am oberschenkel anfasst? Ich meine, dass war sicher urpeinlich😀

    An den regisseur: Warum hat die Schwester vom Burschen nur eine kleine Rolle gehabt ?

    mfg
    Animesh Ghosh

  6. Mein Gesamteindruck vom gestrigen Abend ist sehr positiv. Mein erster Gedanke war, als ich in den Saal rein kam: „Hey, das wird ja sicher langweilig!“ Doch dann, schon bei der ersten Szene, änderte ich meine Meinung sofort: Als das junge verliebte Paar mit dem Einkaufswagen auf der Bühne erschien, wusste ich sofort, dass das Stück lustig sein wird.

    Nur eine Sache hat mich am gestrigen Abend gestört, nämlich, der Saal: Ich finde dass man den Saal größer bauen könnte und auch mehr Sitzplätze einbauen könnte.

    Am Besten: Die Szene, wo der Vater versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Szene war für mich sehr komisch, da er auf eine sehr seltsame Art stirbt, die heutzutage nicht so oft passiert. (Würde ich sehr gerne einmal selbst auf der Bühne ausprobieren).

    Oder…

    Mutter: Räum dein Zimmer auf!
    Sohn: Nein,wozu überhaupt !
    Mutter: Du lebst hier in einem Schweinestall!
    Sohn: Ja wenn ich aufräume… dann wird es sowieso wieder dreckig! Und außerdem heißt es Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.

  7. Positiver Eindruck. Interessantes Stück. Die schauspielerische Leistung fand ich es sehr gut. Den Inhalt allerdings hat mich ein bisschen verwirrt, z.B. die Stelle als die Schwester eine Pistole zieht… Bei allem Respekt vor Übertreibungen, fand ich diese Stelle einfach unlogisch.

    Ich würde auf der Bühne jemanden mit einem Blumnstrauß bewerfen (wollte ich schon immer mal machen).

  8. Ich fand das stück sehr interessant. Es ist anders als die stücke die ich gesehen habe. Ich hätte auch noch einige Fragen an den autor, z.B. nach welchen Kriterien die Schauspieler ausgesucht wurden und wie lange hat man dafür geübt und sich vorbereitet??
    Und: Wie finden die Schauspieler selbst das Stück?? Habe die lange gebraucht, alles auswendig zu lernen??

    Besonders in erinnerung geblieben ist mir, als sich das Mädchen Wasser über den Kopf geschüttet hat. Ich war zuerst ein bisschen verwundert und dann fand ich es ein wenig lustig weil wir auch angespritzt wurden.

    Was ich auch noch gut in Erinnerung hab, das ist, wo der Vater den Kopf in den Ofen gesteckt hat und das Mädchen, das Gas angemacht hat. Die Szene hat mir wirklich gut gefallen. Ich fand sie war sehr gut dargestellt. Der Mann, der gestorben ist, hat sehr authentisch gespielt.

    Ich glaube, ich würde gerne mitspielen. Oder: Ich habe mich gestern mit meiner Mutter gestritten, es ging um das wochenende. Ich wollt bei einer Freundin schlafen und meine Mutter hat es mit nicht erlaubt. Ich bin dann so wütend geworden, dass ich aus der wochnung gegangen bin. Wir haben einen Balkon und als Übertreibung könnte man nehmen, dass mir meine Mutter Sachen nachwirft, zB. einen Blumentopf. Und dass ich den auf den Kopf bekomme und dann zu Boden falle.

  9. Ich habe eine Kurzgeschichte zu dem Stück „Man muss dankbar sein“ geschrieben, das wir dann doch nicht gesehen haben. Wenn ich gute Ideen habe, setze ich sie fort, weil das jetzige Ende kein richtiges Ende ist, die Reise geht also weiter.

    Reise eines Geldscheins

    Die Geschichte beginnt in einem armen, von Krieg gezeichneten Land. Ein Diktator hat sich zum Herrscher über das Land aufgeschwungen, gegen den Willen der Einwohner.

    Durch eine verlassene Seitengasse fährt ein teures Auto. Ein armes ausgehungertes Kind sitzt an der Wand und sieht, wie das Auto vor ihm anhält. Der Fahrer öffnet das Fenster nur ein kleines bisschen um einen 500€-Schein hinauszuwerfen. Man erkennt die Nervosität in seinem Gesicht. Das Kind springt auf den Schein zu, der langsam zu Boden segelt.

    Der Fahrer fährt weiter. Der Junge versucht den Geldschein unter seinen zerlumpten Kleidern zu verstecken, schafft es aber nicht. Eine Gruppe Jugendlicher kommt um die Ecke und nähert sich. Allein schon ihre Gesichter verheißen nichts Gutes. Wortlos schlagen sie den Jungen, bis er bewusstlos ist und nehmen den Schein an sich. Sie freuen sich über das leicht erworbene Geld. Den Jungen lassen sie schwerverletzt liegen.

    Die Gruppe kommt auf ein freies Feld, setzt sich und bespricht, was mit dem Geld geschehen soll. Sie können sich nicht einigen. Als sie weitergehen wollen, tritt der Anführer, der den Geldschein die ganze Zeit über gehalten hat, auf eine Landmine. Er wird zerfetzt. Der Schein fliegt unversehrt mit dem Wind davon. Niemand versucht ihn zu fangen, weil alle von dem entsetzlichen Ereignis geschockt sind.

    Der Geldschein landet zwischen einer demonstrierenden Menge. Polizisten halten sie in Schach. Einige Leute stürmen von und werden daraufhin von den Polizisten, mit ihren Schlagstücken, niedergeschlagen. Als jedoch ein Polizist den Geldschein aufheben will, wird auch er attackiert, es entsteht eine große Schlägerei. Ein Demonstrant kann mit dem Geldschein aus der Schlägerei flüchten.

    (…)

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