Schulprojekt

Mit dem Thema Antisemitismus „muss man sich auseinandersetzen, weil es ein Weltthema ist“, sagt Amir. Und darin ist sich die 5ac des BRG Henriettenplatz einig. Die SchülerInnen der Klasse haben ihre familiären Wurzeln in Ägypten, der Türkei, Kurdistan, Kosovo, Tschetschenien, u.v.m … und viele kennen es aus eigener Erfahrung: Rassismus und Diskriminierung, oft schleichend und unterschwellig, ist allgegenwärtig.
Von Jänner bis April 2013 arbeitet die Klasse schwerpunktmäßig und im Sinne anti-rassistischer Sensibilisierungsarbeit zum Thema Antisemitismus. Mitte März setzen sich die SchülerInnen in einem zweitägigen Theaterworkshop aktiv mit den Themen Selbstwertgefühl, Vorurteile, Gruppendynamik, Ausgrenzung, Rassismus und Zivilcourage auseinander, schlüpften in Opfer- und Täterrollen und hinterfragen eigens erlebte oder beobachtete Situationen. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen ermöglicht das Rollenspiel das Erlernen von Empathie und die SchülerInnen entwickeln ein generelles Verständnis für diese Themen.
Ein Spaziergang zum Turnerdenkmal und ein Besuch in der ehemaligen jüdischen Turnhalle ergänzten den Workshop. Im Künstlergespräch mit dem Regisseur Markus Kupferblum erkundigten sich die Jugendlichen über dessen Arbeit als Künstler, seinen Erfahrungen mit Antisemitismus insbesondere hinsichtlich seiner Biografie. Und wieder ist es Amir der nachfragt: „Wie kann man den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern lösen?“ Kupferblum: „Wenn ich das wüsste, dann hätte ich wahrscheinlich den Nobelpreis“.

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